11. November 2019

ÖSTERREICH SOLL VON GRÜNEN REGIERT WERDEN: EIN CHARMANTES EXPERIMENT?

von Jahn J Kassl


 

Beitragsbild © Andrea Percht

 

ÖSTERREICH: Die Sondierungsgespräche zwischen Türkis und Grüne sind beendet! Ab jetzt wird eine Regierungskoalition verhandeln. Einstimmig hat das der Erweiterte Bundesvorstand am Sonntagnachmittag beschlossen! So viel Einstimmigkeit war in der Klima-Partei noch nie. Das heißt, die Grünen sind geil auf Ämter und Macht.


 

Und doch kann dieser Zug zum Tor nicht darüber hinwegtäuschen, dass die unterschiedlichen Standpunkte von Konservativen und Linken wohl kaum auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen sind.

Denn, wenn sich zwei Herren, wie Kurz und Kogler, die sich seit Jahren gut kennen, 5 Wochen fast täglich treffen und außer mediengerechter Wohlfühlphrasen nichts wirklich Substanzielles vorweisen können, dann hakt es gewaltig.

Was läuft also wirklich und könnte noch laufen?

Womöglich ganz einfach: Die Standpunkte in vielen einzelnen Fragen sind derart unterschiedlich, so dass nach einem Modus Operandi gesucht wird, um eine Koalition, die den Wahlschafen auch verkauft werden kann, zustande zu bringen.

In der Praxis heißt das: ignorieren, was gar nicht geht, lyrisch ausschmücken, was gerade noch geht und mit Trompeten verkünden, wo man sich wirklich einig ist. (CO2-Steuer womöglich).

Kurz und Kogler müssen sich, wie zwei, die inhaltlich einfach nicht miteinander können, die politisch aber einander bedürfen, schöntrinken. Attraktivere Partner haben ausgelassen und je später der Abend, desto verlockender die übriggebliebenen Bräute oder Quartaltrinker. Beide haben sich das nicht gewünscht, die Laune der Politik und die der Wähler hat sie aber zusammengeführt.

Charmantes Experiment?

Beide finden wenig Gefallen an der Politik des anderen und doch treibt sie die pure Lust (am Regieren) dazu, sich dem anderen zärtlich anzunähern.

Vor allem die Grünen wollen endlich Mitbestimmen und mit ihrem Öko-Kreuzzug gegen alles, was anderer Meinung ist, beginnen. Was 2003 mit Wolfgang Schüssel misslang, soll heute mit Sebastian Kurz gelingen: Ein Experiment, dessen ‘Charme’ Konservative wie Linke gleichermaßen erliegen sollen.

Dem deutschen Dichterfürsten Johann Wolfang von Goethe (1749 – 1832) floss das, was sich jetzt auf der überschaubaren Politbühne unserer Alpenrepublik zuträgt vollendet aus der Feder:

DER FISCHER

Das Wasser rauscht’, das Wasser schwoll,
ein Fischer saß daran,
sah nach dem Angel ruhevoll,
kühl bis ans Herz hinan.
Und wie er sitzt und wie er lauscht,
teilt sich die Flut empor;
aus dem bewegten Wasser rauscht
ein feuchtes Weib hervor.

Sie sang zu ihm, sie sprach zu ihm:
Was lockst du meine Brut
mit Menschenwitz und Menschenlist
hinauf in Todesglut?
Ach wüßtest du, wie’s Fischlein ist
so wohlig auf dem Grund,
du stiegst herunter, wie du bist,
und würdest erst gesund.

Labt sich die liebe Sonne nicht,
der Mond sich nicht im Meer?
Kehrt wellenatmend ihr Gesicht
nicht doppelt schöner her?
Lockt dich der tiefe Himmel nicht,
das feuchtverklärte Blau?
Lockt dich dein eigen Angesicht
nicht her in ew’gen Tau?

Das Wasser rauscht’, das Wasser schwoll,
netzt’ ihm den nackten Fuß;
sein Herz wuchs ihm so sehnsuchtsvoll,
wie bei der Liebsten Gruß.
Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm;
da war’s um ihn geschehn:
Halb zog sie ihn, halb sank er hin
und ward nicht mehr gesehn.

……………………………………………

Fazit 1: Uncharmanter und schlechter könnten die Voraussetzungen für eine gedeihliche politische Verbindung kaum sein. Dagegen war die ÖVP/FPÖ-Koalition eine Liebesheirat!

Doch “das (türkise) Wasser rauscht“, das (türkise) Wasser schwillt!“ Der Trend geht Richtung Grün und die Klimahysterie macht das möglich.

Die Klima-Sekte soll mit dem Sanctus der EU auch in Europa etabliert werden. Sich mit den Grünen ins Bett zu legen ist modern und kann kein Schaden sein. Auch dann nicht, wenn sie so „sehnsuchtsvoll“, wie Werner Kogler, nach dem „tiefen Himmel“ greifen.

Wie sagte es Theodor Fontane (1819 – 1898) so trefflich: „Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit an.“

Ernüchternd.

Jahn J Kassl

 

PS: Die Grünen in der Regierung verheißen für Österreich nichts Gutes. Doch mit fast 14% erreichten sie bei der Wahl im September ein beachtliches Ergebnis.

Das kann nur heißen, dass die Menschen den aufkeimenden Öko-Faschismus nicht wahrnehmen und sich nicht vorstellen wollen (oder können) zu welchen Dummheiten die Grünen fähig sind. Dabei würde ein Blick nach Deutschland eigentlich genügen. Doch wer blickt schon so weit? Jedenfalls schützen Dummheit oder Ignoranz vor Schaden nicht.

Fazit 2: Bestenfalls werden wir staunen und schlimmstenfalls schmerzlich erfahren, was im Falle von Türkis-Grün alles möglich wird!

Kogler meinte bei der Pressekonferenz, am 10.11.2019, er sei sich sicher, dass Österreich mit einer Regierungsbeteiligung der Grünen anders aussehen werde als unter „Türkis-Blau“. Eine erfreuliche Ankündigung oder eine gefährliche Drohung? Die Zukunft wird es zeigen.

 

 

PS: Dieser Beitrag erging als Leserbrief an sämtliche Printmedien in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 

PPS: Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Wahrnehmung des Autors dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder das Meinungsspektrum von Verlagsmitarbeitern wiedergeben.


 

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