30. Mai 2019

»IBIZA« – WAS WEIß SEBASTIAN KURZ?

Von Jahn J Kassl


 

Bundeskanzleramt in Wien (Handykamera von JJK)


 

“Opfer” sind sie beide nicht! Während Heinz-Christian Strache dem Ruf des Lockvogels auf Ibiza erlag, wurde Sebastian Kurz kurz darauf vom Machtrausch erfasst und in der Folge im Parlament politisch zu Fall gebracht. Was aber steckt dahinter? Und bereitete sich die ÖVP schon im Januar 2019 auf Neuwahlen vor?

 

Bereitete sich die ÖVP schon im Jänner 2019 auf Neuwahlen vor?

„Geheim und brisant: Die ÖVP bereitet sich schon auf Neuwahlen im Herbst vor.“ Das titelte Gerald Kitzmüller am 29. Januar 2019 und prophezeite zu einer Zeit, als zwischen den Regierungspartnern ÖVP und FPÖ nach außen hin noch Honeymoon herrschte, das baldige Platzen dieser Koalition in Österreich.

Eine vertrauliche Quelle, mit Sitz direkt in der Lichtenfelsgasse (der ÖVP-Bundeszentrale in Wien 1), informierte Kitzmüller darüber und sein Blogbeitrag vom 20.01.2019 nahm die heutigen Entwicklungen auf prophetische Weise vorweg:

„Ich wurde vertraulich informiert, dass die ÖVP Neuwahlen für den Herbst vorbereitet. Die Regierung „Schwarzblau“ scheint kurz vor der Sprengung zu stehen, Eintracht und Harmonie hin oder her.

(…)

Nur so viel sei gesagt: Intern in der Lichtenfelsgasse werden schon Ausschreibungen für den Wahlkampf getätigt.
Es wird mit Herbst gerechnet, in dem Neuwahlen für den Nationalrat vermutet werden.
Die Ausschreibungen betreffen nämlich den Sommer.
 

(…) 

So viel kann ich verraten: Die ÖVP setzt schon Lieferanten-Verträge aus, lässt potenzielle Geschäftspartner für die Neuwahl Stillschweige-Abkommen unterzeichnen.
Sie schreibt schon konkret Ausschreibungen für Werbe-Artikel, Medienkampagnen etc. aus.

(…) 

Für diese Quelle lege ich meine Hände ins Feuer. Die ÖVP lässt die Regierung platzen, das steht fest.“

Das ist bemerkenswert. Und wer aufgrund der aktuellen Entwicklungen eins und eins zusammenzählt, dem drängen sich folgende Fragen auf.

6 Fragen:

1) Warum nahm Kanzler Kurz nach dem Ibiza-Video und dem sofortigen Rücktritt von Johann Gudenus und Heinz-Christian Strache die ganze FPÖ in Sippenhaftung?

2) Warum wurde Innenminister Herbert Kickl, zwar das Feindbild der Linken, als Minister aber untadelig, mutwillig entlassen?

3) Warum reklamierte Kanzler Kurz, nachdem Kickl ohnehin seinen Sessel für einen anderen FPÖ-Minister räumen wollte, das Innenresort, entgegen der Koalitionsvereinbarung, für die ÖVP?

4) Warum gibt sich Sebastian Kurz bei diesem Thema ungewohnt schmallippig?

5) Warum spielt Kurz immer wieder auf Tal Silberstein niemals aber auf das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) an? Auch die Spur, die zum „Zentrum für Politische Schönheit“, zum „Tiefen Staat“ in Deutschland führt, wird geflissentlich ignoriert. Um eine falsche Fährte zu legen?

6) Warum wollte (oder musste!) Kurz die Koalition, die bei großen Teilen der Bevölkerung durchaus bliebt war und die, wie Kurz selbst immer betonte, sehr gute Arbeit leistete, unbedingt auflösen? Einfach nur zu kurz gedacht oder gezielt so kalkuliert?

Auf diese Fragen haben wir vom jüngsten Altkanzler der Welt bis heute keine schlüssigen Antworten erhalten. Doch es wird ermittelt – denn eines ist für sämtliche Experten und Beobachter klar: Das Ibiza-Video trägt die Handschrift von Profis und/oder Gemeindiensten und ist nicht das Resultat von ein paar Hobbykriminellen.

Kurz im BVT-U-Ausschuss

In diesem Zusammenhang ist auch die Aussage des Ex-Bundeskanzlers, am 29.05.2019 vor dem BVT-U-Ausschuss höchst interessant:

Pilz fragte Kurz später nach Ex-Kabinettschef Axel Melchior. BVT-Spionagechef Bernhard P. (der mutmaßliche ÖVP-Verbindungsmann im BVT) habe Melchior in einer SMS berichtet, wonach es „neue Filme“ gebe. Ob ihm bekannt sei, dass der Wiener Anwalt bereits 2015 „verfängliches Material feilgeboten habe“, fragte er Kurz. Das habe er in den Medien gelesen, antwortete dieser.

„Können Sie ausschließen, dass Sie Infos hatten, dass Strache-Videos zu dieser Zeit 2015 angeboten wurden?“ – „Ich kann mich an keinerlei Information über Videos erinnern“, so Kurz. (ORF)

Hier sagt Kurz nicht, „ich schließe es aus!“, sondern ich kann mich nicht „erinnern.“ Das macht für jeden, der zwischen den Zeilen liest, DEN Unterschied. Womöglich patzte sich da einer gerade selbst an!?

Den neuesten Enthüllungen von Gert Schmidt (Video ist unten eingestellt) von der EU-Infothek zufolge, wurde das Ibiza-Video allen Parteien in Österreich zum Verkauf angeboten.

Die Stunde der Heuchler

Folgerichtig wussten lange vor der Ausstrahlung ALLE Spitzenrepräsentanten der Parteien (ÖVP, SPÖ, GRÜNE und NEOS) von der Existenz dieser Aufnahmen. Gewiss auch der damalige Bundeskanzler Sebastian Kurz! Ist das der „neue Stil“, den Kurz den Menschen versprach oder tiefschwarze Machtpolitik der alten Tage? Wie echt ist also die Bestürzung unserer Repräsentanten wirklich?

• Sie alle waren aufgrund der Gesprächsinhalte auf Ibiza zuerst schockiert und dann bestürzt. In den Medien überschlugen sich die moralisierenden Kommentare und endlich konnten alte Rechnungen beglichen werden.

• Sie alle verurteilten den Vizekanzler der Republik und den Vizebürgermeister von Wien; urteilten und verurteilten die Tat und die Täter. Und das nur aufgrund einiger Videosequenzen aus dem Zusammenhang und ohne die ganze Dramaturgie, inklusive der verdeckten Bewusstseinsbeeinflussung von Strache und Gudenus mit Drogen, zu kennen.

• Sie alle traten auf, wie ohne Fehl und Tadel, mit weißen Westen und reinem Gewissen, wie die Unschuld selbst, dabei geht es in den Hinterzimmern der Macht überall so zu wie auf Ibiza. Politik funkioniert so – leider immer noch!

• Sie alle, selbst voller Sünde, warfen den ersten Stein.

• Sie alle schrien „haltet den Dieb“, nur um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken.

• Eure gespielte Bestürzung war nicht mehr als ein weiterer Beweis dafür, was für geübte Heuchler ihr seid. Sich vom Volk bezahlen lassen ohne den Menschen etwas zu geben, das ist die weitverbreitete Philosophie dieser irrsinnigen politischen Kaste.

Je mehr Fakten zu Tage treten, desto klarer wird das auch für die Menschen im Lande.

Das heißt: Es wird weitere Rücktritte geben und es ist keineswegs gewiss, dass Sebastian Kurz, dessen politisches Geschick ich bisher durchaus anerkannte, jemals wieder am Ballhausplatz einzieht.

Fazit: Wir dürfen gespannt sein, was jetzt, trotz ausgeklügelter Propaganda noch ans Tageslicht kommt. Denn eine Frage ist noch offen: Wer besitzt den rauchenden Colt und möchte sich seine Hände trotzdem nicht schmutzig machen?

Möge uns die ganze Wahrheit enthüllt werden. Denn diese ist uns nicht nur zumutbar, sondern ist die Grundvoraussetzung für einen Neuanfang und für die positive Entwicklung unserer Gesellschaft.

Wie sagte es der Arzt, Philosoph und Pazifist, Albert Schweitzer (1875 – 1965) so trefflich: „Auf die Dauer vermag auch die frechste und bestorganisierte Propaganda nichts gegen die Wahrheit.” 

Jahn J Kassl

 


 


 

PS: Dieser Beitrag erging gekürzt als Leserbrief an sämtliche Printmedien in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

PPS: Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Wahrnehmung des Autors dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder das Meinungsspektrum von Verlagsmitarbeitern wiedergeben.

 

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