8. April 2019

GOODBY DEMOKRATIE – IST JEDER EIN NAZI, DER ANDERS DENKT?

Von Jahn J Kassl


 

NEU: »SPRACHE DER SEELE – 13 SCHLÜSSEL DES LEBENS«
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Beitragsbild © Andrea Percht

 

Der Irrweg der österreichischen Bundesregierung anhand der Auseinandersetzung zwischen FPÖ und IBÖ. Wir können die Schweigespirale durchbrechen oder aber die Reise zurück ins Jahr 1938 antreten.


 

Wir leben in einer absolut verrückten Zeit!

Alles, was dem Establishment nicht passt, ist eine Verschwörung und jeder, der eine andere Meinung, als politisch korrekt verbreitet, ist Nazi. So wird die Demokratie zur Diktatur und längst haben Journalisten als auch Menschen aller Couleur, zwecks Selbstzensur und vorauseilendem Gehorsam, eine Schere im Kopf.

Voltaire (1694-1778) wird folgender Satz zugeschrieben: “Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.” Verfolgt man den aktuellen politischen Diskurs, entfernen wir uns immer mehr von dieser Maxime.

FPÖ versus IBÖ

In Österreich gehen aktuell die Wogen hoch! Das Match FPÖ vs. IBÖ geht in die nächste Runde und es ist erbärmlich, wie wenig souverän unsere Bundesregierung damit umgeht.

Dass einer Bewegung – mit der man es halten möchte, wie man will – nur aufgrund einer Spende (das kann wirklich jedem der öffentlich arbeitet passieren!), eine Nähe zu dem Christchurch-Attentäter unterstellt wird, ist gelinde gesagt – absurd. So werden Opfer gemacht und Helden geschmiedet.

Genauso absurd wäre es, der Pension in Kärnten, in der laut Verfassungsschutz der Christchurch-Attentäter einmal übernachtet hat (1), eine Nähe zu diesem Verbrechen, bei dem in zwei Moscheen 50 Menschen, darunter Frauen und Kinder erschossen wurden, anzudichten.

Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Heinz-Christian Strache, der vor lauter Umfallen gar nicht mehr zum Aufstehen kommt und der sich zeitlebens selbst immer wieder gegen Nazi-Vorwürfe verteidigen musste, sollten sich mit allen, die sich jetzt lautstark entrüsten oder beredt schweigen, schämen. Demokratie ist anders und geht anders. Nichtsdestotrotz:

Die Hetzjagd mit der Nazikeule ist eröffnet.

Vorerst auf Martin Sellner und die Identitäre Bewegung.

Dieses Vorgehen der österreichischen Bundesregierung ist antidemokratisch und bedeutet: Goodby Demokratie. Dabei wurde die IBÖ erst kürzlich in Graz bei einem aufsehenerregenden Prozess freigesprochen!

URTEILSBEGRÜNDUNG:

“Wenn eine Organisation im Kernbereich legale Tätigkeiten ausübt, ist es keine kriminelle Vereinigung, auch wenn sich daraus Straftaten ergeben”, lautete die Kernaussage der Urteilsbegründung. Der Richter erklärte, die Verhetzung sei zwar “unstrittig”, der Bedeutungsinhalt sei aber mehrdeutig, daher seien die IBÖ-Anhänger großteils freizusprechen. Der Richter – der namentlich nicht genannt sein wollte – ging in seiner ausführlichen Urteilsbegründung auf die einzelnen Aktionen der IBÖ ein und begründete, warum alle 17 Angeklagten vom Vorwurf der kriminellen Vereinigung und der Verhetzung freigesprochen wurden.

So sei das Transparent “Islamisierung tötet”, das vom Dach der Parteizentrale der Grazer Grünen heruntergelassen wurde, “keine Kritik am Islam, sondern an der Grünen-Politik und dem radikalen Islamismus”.

IBÖ-Anwalt Bernhard Lehofer zieht im Anschluss an den Prozess im Gespräch mit dem STANDARD Parallelen zur aktuellen österreichischen Regierungspolitik: “Ich kann partout keinen großen Unterschied zwischen den Aussagen der Identitären und jenen von Kanzler Kurz sehen”. Die Identitären hätten etwa schon vor Jahren die Schließung der Grenzen verlangt, gleiches werde jetzt auch von offizieller politischer Seite gefordert. “Wenn eine Ministerin sagt, der Islam gehört nicht zu Europa, geht das weit drüber hinaus, was die Identitäten sagen. Aus meiner Sicht unterscheiden sich Kanzler Kurz und Vizekanzler Strache in ihren Äußerungen nicht von dem, was die Identitäten sagen”, sagt Lehofer. – (2)

Auch ich selbst habe kaum Unterschiede in den Zielen von FPÖ und IBÖ wahrgenommen.

Dass eine kleine Gruppe andere Mittel anwendet, um überhaupt wahrgenommen zu werden, liegt auf der Hand. Denke ich jedoch an den Aktionismus der wilden 1968er-Jahre (Stichwort: UNI-Ferkelei in Wien) oder an die derzeit durchwegs gewaltaffinen linken Antifa-Horden, so sind die Aktionen der Identitären Bewegung vergleichsweise harmlos.

Und während das System die vermummten linken Schlägertrupps heute weitgehend deckt, nannte man “das Verrichten der Notdurft, Masturbation, Auspeitschen, Selbstverstümmelung, das Verschmieren der eigenen Exkremente am eigenen nackten Körper und das Erbrechen durch Reizung des Ösophagus – und das alles unter Absingen der österreichischen Bundeshymne und auf der ausgebreiteten österreichischen Nationalflagge” (3), damals, am 7. Juni 1968 – “Kunst.“

Das ist der ganze normale Wahnsinn mit dem wir leben und der noch dazu politisch völlig korrekt ist. Fällt wirklich niemandem in unseren Staatskanzleien auf, welcher Abgrund sich hier auftut?

Aber wie geht es weiter?

Ich sehe uns um 80 Jahre zurückversetzt.

Emil Gustav Friedrich Martin Niemöller, evangelischer Pfarrer und Häftling im Konzentrationslager Sachsenhausen (1892 – 1984), der den Nationalsozialisten anfänglich positiv gegenüberstand, später aber zum Wiederstandkämpfer wurde, stellte später fest:

“Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.  Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.”

Auf heute übertragen wäre es gut möglich, dass bald schon alle Menschen, die 9/11 anzweifeln verdächtig sind und dass Menschen, die Chemtrails wahrnehmen, auf die Gefahr des 5G hinweisen oder sich gegen die Frühsexualisierung der Kinder aussprechen, ins Fadenkreuz des Systems geraten. Natürlich könnte es auch ganz “normale” Menschen treffen.

Solche, die gegen das Bargeldverbot eintreten oder Menschen, die sich für das klassische Familienbild aussprechen und nur wünschen, dass ihre Babys lange genug gestillt und die Kinder bei und mit der Mutter aufwachsen dürfen. Wer die Kinderkrippen in Frage stellt, gilt ja heute schon als suspekt.

Auch solche Eltern, die der Digitalisierung von Schulen auf Kosten der Handschrift skeptisch gegenüberstehen, könnten es in Zukunft mit den Behörden zu tun kriegen. Spätestens dann wird es auch im 21. Jahrhundert niemanden mehr geben, der protestieren könnte.

Wann werden wir verfolgt oder geholt? Denn irgendwann ist einfach ein jeder verdächtig, der nicht kuscht! Ist das wirklich so schwer zu begreifen und haben wir aus der Geschichte wirklich gar nichts gelernt?

Der italienische Schriftsteller Ignazio Silone (1900 – 1978) sagte einmal:
„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‘Ich bin der Faschismus.‘
Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus.‘

Mein Fazit: Es wäre an der Zeit, dass wir die Schweigespirale durchbrechen, ansonsten finden wir uns sehr bald im Jahre 1938 wieder. JJK


 

PS: Dieser Beitrag erging in gekürzter Form als Leserbrief an sämtliche Printmedien in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

PPS: Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Wahrnehmung des Autors dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder das Meinungsspektrum von Verlagsmitarbeitern wiedergeben.

 

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