5. Februar 2019

VENEZUELA: ERDÖLSUPERMACHT NR.1 MÖCHTE SICH VOM DOLLAR LÖSEN – USA PLANEN REGIME-CHANGE!

von Jahn J Kassl


 

100. LICHTLESUNG ALS VIDEO
WANDEL DER HERZEN(NEU)


 

2010 wurden in Venezuela zusätzliche Erdölvorkommen entdeckt. Seither verfügt das Land an der Karibikküste über 298 Milliarden Barrel an Reserven (1). Das bedeutet Platz 1 unter den Ölsupermächten, noch vor Saudi-Arabien! Und das erweckt Begehrlichkeiten – vor allem die der USA.

 

Demokratisierung auf Amerikanisch

Beim Thema Erdöl sehen wir, wie unerheblich es ist, wer als Präsident im Weißen Haus sitzt. Denn auch unter Donald Trump geht der geopolitische Größenwahn der USA weiter und es finden weltweit sogenannte “Demokratisierungsprozesse” statt.

“Das ist keine Zeit des Dialogs, das ist die Zeit der Taten. Und die Zeit ist gekommen, Maduros Diktatur ein für alle Mal zu beenden”, sagte US-Vizepräsident Pence vor Exil-Venezulanern in Florida.

“Die USA versuchen zwar, mit diplomatischem und wirtschaftlichen Druck zu einem friedlichen Übergang zur Demokratie beizutragen. Aber: Alle Optionen sind auf dem Tisch”, warnte Pence. (Printausgabe der Kronen Zeitung, 3.2.2019, S.5)

Das riecht nach Krieg! Längst vergessen ist Trumps Wahlversprechen, sich nicht mehr als Weltpolizist aufzuspielen und genauso obsolet ist Trumps “Amerika-First-Parole”.

Wenn es um das Erdöl geht, laufen die USA Amok, dann wird demokratisiert – auf Teufel komm raus!

Scharfe Kritik Russlands

Scharfe Kritik an der Anerkennung Guaidos kommt indes vonseiten Russlands. „Aus unserer Sicht ist das sowohl direkt als auch indirekt eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuelas“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau. Das Vorgehen fördere in keiner Weise eine friedliche Beilegung der Krise in dem lateinamerikanischen Land. „Nur die Venezolaner selbst können diese Krise lösen“, sagte er russischen Agenturen zufolge. (1)

Und die Reaktionen in Europa? Allein Griechenland verweigert dem selbsternannten Präsidenten die Anerkennung. Darüber hinaus wagt sich kein Spitzenpolitiker der russischen Sichtweise anzunähern und generell etwas tiefer zu graben oder dahinter zu blicken.

Frankreich, Großbritannien und Spanien haben sich klar hinter den Favoriten der USA, Juan Guaido, der praktischer Weise in Washington D.C. studiert hat, gestellt. Deutschland wird tun was die USA wollen und Italiens Regierung wartet ab. Und die Übrigen: schweigen.

Auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz tappt in die Demokratisierungsfalle der USA und geht Trump auf dem Leim. Kurz ergreift klar Partei für den vermeintlichen neuen Hoffnungsträger Venezuelas und wähnt sich bei den Guten.

Hier liegt unser “Sonnenkanzler” falsch, denn die Demokratie, die Amerika meint, ist bestenfalls eine Täuschung.

Die französische Philosophin und Sozialrevolutionärin, Simone Weil (1909-1949), drückte das so aus:

Ist man das Opfer einer Täuschung, so wird sie nicht als Täuschung empfunden, sondern als Wirklichkeit.

Regime-Change

Venezuela, der viertgrößte Öllieferant der USA, plante bereits 2017 keine US-Dollar mehr als Zahlungsmittel anzunehmen (dies wurde auch Libyens Muammar al-Gaddafi und Iraks Saddam Hussein zum Verhängnis!), steht also im Fadenkreuz der Globalisten!

Lassen wir uns von der Systemberichterstattung und den Demokratiegeschrei westlicher Politiker nicht blenden. Denn wenn die USA in Venezuela militärisch intervenieren, geht es freilich genauso wenig um Demokratie, wie 2003 im Irak, als eine “Koalition der Willigen” für Mord und Totschlag sorgte und den Überlebenden Elend, Hunger und Uranwüsten hinterließ.

Und während die Medien weltweit das Demokratiedefizit in Venezuela bemängeln, stehen für die USA Profit- und Machtinteressen im Vordergrund. Das auf die Reihe zu kriegen ist nicht besonders schwer, man muss es aber wollen.

Mein Fazit:

Der US-Hegemon möchte seinen Status beibehalten und im zunehmend bröckelndem geopolitischen Gefüge die eigene Macht absichern. Dafür benötigt Washington den Dollar als Weltleitwährung und billiges Erdöl.

Und so greift auch Trump, wie viele seiner Vorgänger, zu einem erprobten Mittel:
Regime-Change.

Jahn J Kassl

 

PS: Dieser Beitrag erging in etwas gekürzter Form als Leserbrief an sämtliche Printmedien in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

 


 

Der eingestellte Video-Beitrag von Studio Berlin, entstand vor 5 Monaten und ist aktueller denn je! Ebenfalls empfehlenswert die zwei Beiträge von RT deutsch zu diesem Thema.

2010 wurden zusätzliche Erdölvorkommen in Venezuela entdeckt. Innerhalb eines Jahres stieg der Anteil der bezeichneten Erdölvorkommen um mehr als 40%, auf 296,5 Milliarden Barrel an Reserven. Damit stieg Venezuela auf Platz 1 der Welt und überholte sogar Saudi-Arabien.

Studio Berlin: Die USA und der CIA versuchen permanent die Regierung in Venezuela zu stürzen. Unterstützt werden sie dabei durch die NWO-gesteuerten Mainstream-Medien. Die Zeichen deuten auf einen baldigen Militärschlag gegen Venezuela. Doch warum? Was ist der Grund? Warum wird in den Mainstream-Medien dermaßen gegen die Regierung in Venezuela gehetzt? Was sind die erkennbaren Parallelen zur Türkei? Diesen Fragen geht mein neues Video nach. Ich hoffe, das Video ermöglicht euch einen kurzen Blick hinter die Kulissen zu den wahren Absichten der Protagonisten.

Update am 14.12.2018: Russland hat zwei atomwaffenfähige TU-160 Bomber nach Venezuela verlegt. Offiziell heißt es, dass sie an einem Manöver teilnehmen sollen. Aber ohne Zweifel ist es ein deutliches Signal an Washington, dass Russland nicht ohne Taten zusehen wird, falls es zu einer durch Washington gestützen Militäropperation in Venezuela kommen sollte. Stehen wir vor einem neuen “kalten Krieg”?

Update am 17.01.2019: Hier ein interessanter Artikel, der die Ereignisse der letzten Tage sehr gut Zusammenfasst und nachvollziehbar macht:
“Venezuela – Die zweite Amtszeit Nicolas Maduros und die Delegetimierungs-Machine” https://www.nachdenkseiten.de/?p=48461


Für die Länder, die uns angeblich helfen möchten, sollte doch der Rechtsstaat, die Justiz, das Instrument sein, das hier entscheidet.

Selbst die Europäische Union sagte auf Nachfrage, NEIN zu den Invasionsplänen.

(Orlando Maniglia Ferreira, Botschafter Venezuelas in Deutschland)

RT deutsch: Venezuela am Scheideweg. Das südamerikanische Land wird von Unruhen, Sanktionen und Misswirtschaft geplagt. Doch was beobachten wir dort gerade? Ein Streben nach Demokratie von innen oder eine Regime-Change-Operation von außen? Der im letzten Jahr mit 68 Prozent wiedergewählte Präsident Nicolás Maduro muss sich dem selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó stellen, der bereits von den USA und der EU anerkannt worden ist.

Die Opposition, die nicht zum Dialog mit der Regierung bereit ist, bezieht sich bei ihrem Putsch auf Artikel 233 der Verfassung. Dieser sieht tatsächlich Neuwahlen innerhalb von 30 Tagen vor, wenn einer von vier dort beschriebenen Gründen vorliegt. Orlando Maniglia Ferreira, Botschafter Venezuelas in Deutschland, erklärt im Gespräch, warum er keinen dieser Gründe vorliegen sieht und eine militärische Einmischung der USA für durchaus realistisch hält. Außerdem blicken wir auf die jüngere Geschichte zurück und analysieren weitere US-stimulierte „Regime Changes“ von Lateinamerika bis Libyen. Was sind die Merkmale des US-amerikanischen Demokratie-Exportes? Was geht diesem voran und welche Konsequenzen zieht dieser nach sich? Wiederkehrende Muster lassen sich durchaus erkennen. Für Interessierte haben wir hier noch ein paar Links zusammengestellt.


Eine Ziffer, die mir bekannt und recht aktuell ist, ist, dass nur einer von fünf Venezulanern bis vor wenigen Wochen überhaupt von Juan Guaidó gehört hat. Jeder, der sich in den letzten Jahren mit Venezuela befasst hat, weiß, dass die Opposition aus ziemlich gespaltenen Gruppen besteht, deren Anführer einander oft bekämpfen. Das Ausmaß, mit dem eine Person sich plötzlich an die Spitze erhebt … erscheint mindestens ‘interessant’.

RT deutsch: Pablo Vivanco hat selbst über 10 Jahre in Venezuela verbracht, sich im Studium mit dem Land befasst und als Journalist über Venezuela sowie die gesamte Region geschrieben. Ebenso wie westliche Politiker spricht er sich für Stabilität und Freiheit in Venezuela aus. Allerdings bezweifelt er deren Aufrichtigkeit, wenn sie von guten Absichten für das venezolanische Volk sprechen. Der gebürtige Chilene schätzt die Aussichten mit Blick auf die Geschichte und auf das derzeitige Säbelrasseln als furchterregend ein.

Die Venezolaner wünschen sich keine Gewalt, doch einige westliche Politiker befördern diese geradezu. Warum weder Neuwahlen noch ein Rücktritt des amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro Frieden bringen würden, erklärte der Lateinamerikaner per Skype aus Toronto.


 

PPS: Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Wahrnehmung des Autors dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder das Meinungsspektrum von Verlagsmitarbeitern wiedergeben.

 

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