4. Januar 2019

DAS LEBEN EINES ORGANEMPFÄNGERS

Von Werner Hanne


→ Aus der Publikation “Organwahn” © Werner Hanne, 2008, 10. Auflage, September 2018


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Das Leben des Organempfängers

All das bisher Erwähnte hätte vielleicht noch einen gewissen Sinn, wenn wenigstens dem Organempfänger tatsächlich geholfen wäre. Doch auch das trifft nicht zu.

Medizinische Abhängigkeiten

Nach der Transplantation werden notwendig: lebenslange (!) medizinische Überwachungen, häufige Klinikaufenthalte und stark nebenwirkungsreiche Medikamenteneinnahmen (sogen. Immunsuppressiva). Die Medikamente, die mehrere tausend Euro im Monat kosten können, schalten das Immunsystem aus, damit der Körper das fremde Organ nicht abstößt. Das Leben wird dadurch massiv negativ beeinflußt.

Die Bezeichnung „Wandlung des Leidens“ beschreibt treffend die Situation, in der sich der Mensch mit dem fremden Organ wiederfindet. Zudem wird zunehmend der Sinn des Lebens in Frage gestellt, woraus sich schließlich eine Medikamentenverweigerung entwickeln kann (Non Compliance = Nicht-Therapie-Treue).

Allein daraus ergibt sich, daß mit der Organübertragung unverantwortlich gegen ein Naturgesetz verstoßen wird: Der Körper wehrt sich so sehr gegen den gravierenden Angriff, daß für ihn die Abstoßung des fremden Organs wichtiger ist als die Erhaltung des Lebens des eigenen Körpers.

Durch die Einnahme der Immunsuppressiva erhöht sich die allgemeine Infektionsgefahr drastisch. Der Mensch wird anfällig gegen kleinste Infekte, Pilze, Bakterien, und die Blutgerinnung wird herabgesetzt (Bluter). Durch das in den Medikamenten enthaltene Kortison schwemmt der Körper auf. Das fremde Organ bringt zudem niemals eine Heilung, lediglich eine Lebensverlängerung, die zwischen wenigen Monaten und einigen Jahren liegen kann. Bei einer endgültigen Abstoßung des Organs beginnt der Wettlauf nach einem neuen, oder es folgt ein qualvoller Tod.

Schuldgefühle, Schuldnerfalle

Eine Befragung hat ergeben, daß 34 % der Menschen mit einem fremden Organ sich vorher ein „Spenderwetter“ gewünscht hatten (Nebel, Glatteis, Urlaubszeit, Verkehrsstaus). Nun können Schuldgefühle gegenüber dem Spender entstehen, dessen Tod man sich herbeigesehnt, ihm gar das Organ gestohlen oder zu dessen Tötung direkt beigetragen hat. Das Fleisch eines fremden Menschen im eigenen Körper kann Gedanken zu dem eingangs erwähnten Kannibalismus aufkommen lassen. Es entsteht außerdem ein psychologischer Druck, negative Gefühle zu unterdrücken, da man ja für das Organ dankbar zu sein hat (Tyrannei des Geschenks).

Die Ethnologie* kennt als „Kitt“ jeder menschlichen Gesellschaft und jeder sozialen Beziehung die „Praxis des Gabentausches“ mit einer Quasi-Verpflich-
tung zur Erwiderung einer Gabe. Wird der nicht nachgekommen, führt dies zu sozialen Spannungen.

*Ethnologie von griech. ethnos = Volk, Stamm: Kultur- und Sozialwissenschaft, Völkerkunde.

Da der Organempfänger aber dieser Verpflichtung zur Erwiderung einer Gabe wegen des Todes des Spenders und der Anonymisierung seiner Angehörigen nicht nachkommen kann, sitzt er unwiderruflich in einer ihn belastenden Schuldnerfalle.

Veränderungen der Persönlichkeit

Es gibt eine große Dunkelziffer von Organempfängern, die plötzlich ganz anders empfinden, ihre Gefühle nicht mehr einordnen können, suizidgefährdet, ziel- und orientierungslos sind und eine für sie unerklärliche Todessehnsucht haben.

Durch die Ausschaltung des Immunsystems, welches mit für die Individualität steht, hat der Mensch teilweise seine Einzigartigkeit verloren. Ansprechpartner für diese Probleme gibt es kaum. In Kliniken werden Betroffene damit in der Regel zurückgewiesen.

Zwischenzeitlich haben sich Selbsthilfegruppen gegründet, getrennt nach den jeweils transplantierten Organen. Ein betreuender Pfarrer erkannte bei diesen Menschen ein „Kuddelmuddel“ an Gefühlen. Zusätzlich hat sich dazu ein neuer psychiatrischer Zweig entwickelt: die Organ-Transplantation-Psychiatrie (OTP).

Hier einige Zitate aus dem Buch „Mit dem Herzen eines anderen leben“ von Elisabeth Wellendorf:

Susan bekam ein fremdes Herz. Über den Spender sagte sie: „Ich fühle mich an ihn gebunden wie an einen Zwillingsbruder. Er begleitet mich ständig. Manchmal habe ich das Gefühl, als hörte ich ihn atmen. Oder wenn ich unter einem Baum sitze, hängt er oben im Geäst.“ Als nach zwei Jahren das Herz wieder ausgetauscht werden sollte, sagte sie: „Jetzt sterben wir zusammen, ich werde ihn nicht verlassen.“

Andere Aussagen: „Kann ich das Herz eines bösen, kalten Menschen bekommen haben? Ich fühle nichts mehr“; „Ich schäme mich permanent und weiß nicht, warum“; „Mein bisheriges Ich hat sich in ein Wir verwandelt“; „Kann ich mit einem Männerherz noch wie eine Frau lieben?“ Hinweis hierzu: Die Organe werden grundsätzlich nicht geschlechtsspezifisch transplantiert.

Eine Erklärung für die Persönlichkeitsveränderungen gibt Bruce H. Lipton in seinem Buch „Intelligente Zellen.“ Danach sind Informationen nicht im Zellkern gespeichert, sondern jede Zelle hat auf der Membranoberfläche Identitätsrezeptoren, die wie Antennen Signale aus ihrer Umgebung empfangen, auch Signale ihrer Identität. Dadurch unterscheidet sich ein Individuum von einem anderen, und daraus ergibt sich, daß Organe in einem fremden Körper weiterhin die Signale des Organspenders aufnehmen.

Schilderungen von Einzelschicksalen

Im Rahmen der Vortragstätigkeit des Autors kommt es immer wieder zu Schilderungen von Einzelschicksalen nach dem Leben mit einem fremden Organ, wie: permanente Gürtelrose im Gesicht nach einer Nierentransplantation; Warzen am ganzen Körper und in allen Körperöffnungen mit einem damit verbundenen teuflischen Aussehen der Person; durch die Kortisonmedikamente stark aufgedunsener Körper mit einem „Mondgesicht“, deshalb Hänseleien aus dem Umfeld und kein Lebenswille mehr; sehr traurige Schilderung eines Ehemannes, daß „ihr Herz zwar noch schlägt, mehr aber auch nicht“; ein Hilferuf aus Österreich mit der Bitte um Aufklärung, weil dort zwei Angehörige kurze Zeit nach der Organtransplantation gestorben waren.

Überlebensraten

Die mit der Transplantationsmedizin befaßten Stellen geben ihre statistischen Daten zu den Überlebensraten von Organempfängern nur auf Anfrage heraus. Daß damit offenbar keine Werbung zu machen ist, sollte zu denken geben. Keine Angaben gibt es zu Komplikationen im Leben dieser Menschen.

Aus diesen Statistik-Daten lassen sich die folgenden Zahlen ableiten: Sterberate innerhalb des ersten Jahres bei Herzempfängern 20 %, bei Lungenempfängern 28 %, bei Leberempfängern 27 %, bei Nierenempfängern 15 %.

Nach dem überstandenen ersten Jahr leben nach fünf Jahren noch 50 bis 60 % der Organempfänger, Nierenempfänger jedoch darüber hinaus. Erklärung dazu: Bei einem Nierenversagen kann bis zur Transplantation einer weiteren fremden Niere als Überbrückung die Dialyse* wieder eingesetzt werden.

*Dialyse von griech. dialysis = Auflösung: Blutreinigungsverfahren bei Nierenversagen, auch Blutwäsche genannt.

Auffällig: Es gibt auch keine Aussagen über Suizide von Organempfängern, obwohl nach den bekannten Leidenswegen die Zahl hier über dem Durchschnitt liegen dürfte. Eine mögliche Erklärung: Durch gezielte Medikamentenverweigerung des Organempfängers wird das Organ abgestoßen, und damit endet auch das Leben – natürlich mit einer medizinisch anderen Begründung.

 

Lesen Sie demnächst: Das Leben der Angehörigen


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Quellenverzeichnis:

(1)   Zeitschrift „Gralswelt“, Heft 80 von 2014, Seite 24 folgende

Bisher veröffentlicht:

ORGANHANDEL, ORGANRAUB, ORGANTOURISMUS
WOHER STAMMEN DIE ORGANE?
HIRNTOD UND HERZTOD
EINLEITUNG VON WERNER HANNE
EINLEITUNG VON JAHN J KASSL

 

Botschaft zu diesem Thema:

DIE GOTTLOSE MEDIZIN UND WIE WIRKT SICH EINE ORGANSPENDE AUS?


 

Der Verfasser dieser Broschüre, Dipl.-Verwaltungswirt und Postoberamtsrat im Ruhestand Werner Hanne mit Wohnsitz in Stuttgart, arbeitete bis Ende 1999 bei einer Sonderbehörde der Post in der EDV-Organisation. Mit dem Thema Organspende beschäftigt er sich intensiv seit 2008 nach einem dramatischen Ereignis im persönlichen Umfeld.

Auf Einladung hält er im deutschsprachigen Raum darüber Vorträge,  weil es „dringend notwendig ist, daß die Menschen mehr über die verschwiegenen Hintergründe erfahren.“

Zu diesem Thema gab er vier Interviews:

– im Mai 2018 für die Internetseite www.freespirit-tv.ch. Die Links dazu: www.freespirit-tv.ch oder www.youtube.com, in die jeweilige Suchzeile eingeben: Der Organwahn

– im Jan. 2017 für die Internetseite www.stein-zeit.tv. Die Links dazu: www.stein-zeit.tv oder www.youtube.com, in die jeweilige Suchzeile eingeben: Organspende – Die verschwiegene Wahrheit

– im Okt. 2014 für die Internetseite www.quer-denken.tv. Die Links
dazu: www.quer-denken.tv oder www.youtube.com, in die jeweilige Suchzeile eingeben: Organwahn.

– im Sept. 2011 für die Internetseite www.bewusst.tv. Der Link dazu: www.youtube.com, in die Suchzeile eingeben: Organe spenden? Nein danke.


In Wirklichkeit sind die Gehirntoten nicht tot, denn ansonsten könnte man ihre Organe nicht gebrauchen! (…) Der Patient wird vor seinem Tod für tot erklärt, damit man ihm Organe entnehmen kann.

Gerhard Wisnewski: Sind die Hirntoten wirklich tot? Gerhard Wisnewski über die aktuelle Ausgabe der ExpressZeitung: “Hirntod und Organspende: Mord im Namen des Lebens?” Tote können nämlich keine Organe spenden! Organe können nur von Lebenden entnommen werden! Diese simple Tatsache mag vielen unbekannt sein, zumal in allen Aufrufen zur Organspende und selbst auf den Spendeausweisen von einer Organentnahme NACH dem Tod die Rede ist.

Der dabei gemeinte «Tod» ist der eigens dafür eingeführte «Hirntod», als zulässiger Zeitpunkt für eine Organentnahme, und hat wenig mit der landläufigen Vorstellung von Tod – Leichenstarre, Verwesung usw. – zu tun. Beim Hirntod leben noch 97% des menschlichen Körpers, das Herz schlägt, der Stoffwechsel funktioniert, lediglich die Gehirnfunktion ist ausgefallen. Und so bedarf es vor einer Organentnahme auch einer (Voll-) Narkose und die «Toten» werden von dieser Frankenstein-Medizin auf dem OP-Tisch festgebunden und fixiert, denn «Hirntote» reagieren auf die Schmerzen des operativen Eingriffs ähnlich wie Lebende…

Wertvolle Internetseite zu diesem Thema:

→ nierenlebendspende.com


 

→ 101. LICHTLESUNG 13. FEBRUAR 2019

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