14. Dezember 2018

ORGANHANDEL, ORGANRAUB UND ORGANTOURISMUS

Von Werner Hanne


→ Aus der Publikation “Organwahn” © Werner Hanne, 2008, 10. Auflage, September 2018


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Organhandel

Das materialistische Austauschdenken, die Logik einer Kultur der Käuflichkeit und der damit geschürte Bedarf in der westlichen Welt führen zu verschiedensten Ausprägungen, Organe für Geld zu bekommen. Eine davon ist der Organhandel.

Der SPIEGEL berichtete dazu in der Ausgabe 31/2012 von einer russischen Emigrantin, die im Kosovo an einen deutschen Fabrikanten eine Niere verkaufte und dafür 8 100 EUR erhielt. In ihrer verbliebenen Niere fühlt sie seitdem Schmerzen wie einen bohrenden Zahnschmerz, und meist ist sie kraftlos. Sie sagt nun, sie hätte es niemals tun sollen. Der Fabrikant zahlte 81 000 EUR.

Überwiegend betroffen sind jedoch arme Länder, in denen Menschen ihre Organe anbieten (Nieren, Leberlappen, Augen, Haut), um davon den Lebensunterhalt zu sichern, Schulden zu tilgen oder um Ausbildungen für ihre Kinder zu finanzieren.

Beispiel Indien: Es gibt dort ganze Dörfer, in denen das Geschäft mit Nieren die Haupteinnahmequelle darstellt. Meist sind es Frauen, die ihre Organe verkaufen, weil der Vater die sogen. dowry – die Mitgift – nicht aufbringen kann, oder Bauern, die durch die Auswirkungen der Globalisierung oder durch das Versagen von genmanipuliertem Monsanto*-Saatgut (hauptsächlich Baumwollsaaten) wegen Mißernten in die Schuldenfalle und damit in den Ruin und in die Armut geraten sind.

*Monsanto: ein 1901 gegründetes Unternehmen mit Sitz in St. Louis (USA). Es produziert Saatgut und Pflanzenschutzmittel und setzt seit den 1990er Jahren Biotechnik zur Erzeugung gentechnisch veränderter Feldfrüchte ein.

Laut einem Bericht der indischen Zentralstelle für die Erfassung von Verbrechen (NCRB) haben sich deshalb von 1995 bis 2011 fast 300 000 Bauern das Leben genommen.

Auch SPIEGEL ONLINE berichtete in seiner Ausgabe vom 12. Nov. 2006, daß sich alle acht Stunden in einer indischen Agrar-Provinz ein Bauer umbringt.

Die erhoffte Lösung durch den Organverkauf ist nur von kurzer Dauer, da sich an den eigentlichen Problemen nichts geändert hat. Vielfach bekommen die Menschen das versprochene Geld nicht oder sind nach der Organentnahme oft bleibende Krüppel.

Die indische Physikerin und Trägerin des alternativen Nobelpreises Dr. Vandana Shiva thematisiert diese Verbrechen immer wieder, und der Film „Leben außer Kontrolle“ zeigt, wohin diese Entwicklung führt und bereits geführt hat.

Bemerkenswert ist hierbei, daß sowohl in Indien als auch in Japan eine Organentnahme aus dem Körper „Hirntoter“ aus religiösen Gründen nicht praktiziert wird. Der Hirntod ist nicht als Tod des Menschen anerkannt.

Organraub

In den Medien gibt es hin und wieder Berichte über Organraub an Straßenkindern, an Neugeborenen in Ländern Afrikas oder an Flüchtlingen auf der Sinai-Halbinsel durch ägyptische Ärzte. Gut dokumentiert sind jedoch solche Praktiken in China.

In einer SWR3-Sendung vom 23. Juli 2006 wurde berichtet, daß man in China von „Organe ernten“ spricht. Um an Organe heranzukommen, wird für Lappalien die Todesstrafe verhängt. Sogen. Todesvans (Todesbusse) fahren die Gefängnisse ab, um zum Tode Verurteilte abzuholen, in diesen Fahrzeugen zu töten und ihnen ihre Organe zu entnehmen. Unter www.info-kopp-verlag.de vom 21. Oktober 2010 wird ebenfalls über diese Spezialbusse berichtet.

Auch die Stuttgarter Zeitung schrieb am 27. August 2009 unter der Überschrift „Henker arbeiten für Chirurgen – Die chinesische Regierung hat zugegeben, daß 65 % der im Land verpflanzten Organe von Hingerichteten stammen“, und die Salzburger Nachrichten berichteten am 10. Januar 2000 von dem US-Chirurgen Rothmann, der zu einer Herz-transplantation nach China eingeladen worden war. Auf seine Frage, ob zum Termin ein Spenderherz verfügbar sei, bekam er die Antwort, man werde passend eine Hinrichtung arrangieren.

Weltweit bekanntgeworden sind die Vorgehensweisen des chinesischen Staates gegen die Falun Gong-Bewegung (auch Falun Dafa genannt) durch die Recherchen und Dokumentationen der Kanadier David Matas und David Kilgour. Mit den auch in der westlichen Welt im Freien praktizierten Übungen wollen diese Menschen eine Bewußtseinserweiterung erlangen.

Das allerdings wird in China als staatsgefährdend angesehen und unnachgiebig von dem 610-Büro verfolgt. Die dennoch Praktizierenden werden gefangengenommen und in Massenlagern als lebende Organträger wie Tiere festgehalten. Die Zahl der Inhaftierten wird auf mehrere zehntausend geschätzt. Die „Weltorganisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong“ spricht von zwei Millionen Menschen, die bisher für eine Organentnahme ermordet wurden.

Die beiden genannten Kanadier haben eine 52seitige Broschüre mit dem Titel „Blutige Ernte – Untersuchungsbericht zu den Anschuldigungen der Organentnahmen an Falun Gong-Praktizierenden in China“ erstellt (11). Danach würden, je nach Anforderung, den Gefangenen die Organe entnommen, während sie noch lebten. Zudem stellten sie ideale Spender dar. Sie seien eher jung und würden weder rauchen noch trinken. Die toten Körper würden anschließend verbrannt, um Beweise zu vernichten.

Dem Bericht zufolge werden sogar mehrere Gefangene getötet, um für gut zahlende Kunden eine Auswahl an Organen zur Verfügung zu haben.

So traf David Kilgour einen Mann, dem 2003 im „Ersten Volkskrankenhaus Shanghai“ insgesamt 8 Nieren angeboten worden waren. Auf Anfrage in chinesischen Kliniken gaben die Ärzte unverhohlen telefonisch Auskunft. Sie warben mit geringen Wartezeiten von einer Woche bis max. einem Monat. „Wir wählen vor allem junge und gesunde Nieren aus“ sagte ein Dr. Zhu vom Krankenhaus in Guangzhou im April 2006. Mehrere Nieren von Falun Gong-Anhängern seien „auf Sendung.“

Die Preise können im Internet abgefragt werden: Niere 62 000 Dollar, Leber 100 000 Dollar, Herz 150 000 Dollar.

Chinesischer Todes-Van

Es sei ein Zeichen, daß China die Menschenrechte nun stärke, sagt Kang Zhongwen, der Designer des Todes-Vans, der vom chinesischen Automobilhersteller Jinguan gebaut wird. Das Beenden des Lebens werde schnell, klinisch sauber und sicher abgewickelt. Der Delinquent bekomme sogar sanfte Musik dabei zu hören. Die neue Methode biete zudem große Gewinnmöglichkeiten für den Staat.

Organtourismus

Wenn die Mediziner erklären, daß der Tod drohe, sofern nicht rechtzeitig ein fremdes Organ zur Verfügung stehe, geraten die Betroffenen in eine alles beherrschende Streßsituation und in ein Gefühl des Ausgeliefertseins. Zu Hause dehnt sich jeder Tag zu einer kleinen Unendlichkeit mit der Erwartung, daß endlich das Telefon klingelt. Jeder Anruf, selbst der von guten Freunden, der nicht die erhoffte Nachricht bringt, wird im Laufe der Zeit zu einer herben Enttäuschung. Das kann bis zur Arbeitsunfähigkeit führen. So entschließen sich manche der Betroffenen, in ein Land zu reisen, in dem Organe von
Lebendspendern transplantiert werden.

Dort gibt es ein Millionenheer von potentiellen Verkäufern ihrer eigenen Organe, gut sortiert, billig und willig, weil die aus westlicher Sicht sehr gering erscheinenden Beträge, die an den vermeintlich freiwilligen „Spender“ gezahlt werden, häufig das Jahreseinkommen ganzer Familien übersteigen.

Im Folgenden ein paar kurze Auszüge aus dem Bericht eines Deutschen, der nach Indien reiste, um sich dort das ersehnte Organ zu kaufen und transplantieren zu lassen. Er schreibt (30): „In Indien lernte ich den 27jährigen Karrenzieher Rajesh aus Bombay kennen, der bereit war, mir eine Niere zu verkaufen. Das Schnöde dabei: Ich war der Mann mit Geld in der Tasche, er hatte nichts.“

„Mit dem Geld wollte er die Mitgift für seine Schwester bezahlen und sich einen eigenen Karren kaufen. Die Klinik verlangte 16 000 Dollar, Rajesh bekam davon 3 000 Dollar und extra 2 000 Dollar von mir, angesichts der zynischen Mechanismen von Angebot und Nachfrage ein außergewöhnlich guter Preis. Die gesamten Kosten trug meine private Krankenversicherung.“

„Ich habe Rajesh versprochen, ihm zu helfen, wenn er gesundheitliche Probleme bekäme. Die Niere werde ich ihm nicht zurückgeben, ein Grund, warum ich lieber in Deutschland das Organ eines Toten eingepflanzt bekommen hätte.“

Gedanken zum Wort Organspende

Nach dem bisher Geschriebenen ist das Wort Organspende nicht nur unangebracht, sondern sogar falsch und deshalb mit einer weiteren Lüge verbunden: 90 von 100 Menschen, denen Organe entnommen werden, haben nicht selbst zugestimmt. Das Wort Spende läßt sich auch als ein sprachliches Monstrum bezeichnen, weil hier ein Spender seine Spende nicht überlebt.

Das Wort „spenden“ leitet sich ab vom lateinischen „expendere“ = abwägen, prüfen, d. h., ich wäge ab und prüfe, ob ich „nach meinem Tod“ Organe spende. Bei korrekter Aufklärung über den hier gemeinten Tod, daß dieser nämlich ein erfundener ist (der Hirntod), würden dieser „Prüfung“ wohl auch noch die restlichen 10 % der Zustimmungen zum Opfer fallen.

Dazu Prof. Dr. Rudolf Pichlmayr, der ehemalige Leiter der Abt. Transplantationschirurgie an der Medizinischen Hochschule Hannover in seiner Schrift „Organspende – die verschwiegene Seite“: „Wenn wir die Gesellschaft aufklären, bekommen wir keine Organe mehr.“ (1)

Dagegen sagte Prof. Dr. Hans Lilie, Vorsitzender der StäKO*, beim 110. Deutschen Ärztetag in Münster am 16. Mai 2007: „Es bleibt dem Einzelnen überlassen, sich selber die notwendigen Informationen zu besorgen. Eine Organspende ist auch dann zulässig, wenn der Betreffende sich für die Spende ausgesprochen hat, ohne über die Einzelheiten zuvor aufgeklärt worden zu sein.“

*StäKO: ständige Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer. Aufgaben: Empfehlungen, Grundsätze, Richtlinien, Bewertung, Information, Beratung von Parlamenten, Regierungen, Verwaltungen.

 

Lesen Sie demnächst: Das Leben eines Organempfängers


Diese 44seitige Broschüre können Sie kostenfrei → hier bestellen!

Quellenverzeichnis:

(11) www.google.de, in Suchzeile eingeben: Blutige Ernte Untersuchungsbericht,
als pdf-Datei zum Herunterladen und Ausdrucken
(30) Das Sonntagsblatt Nr. 44, Titel: „Ich habe ihn mit Geld gelockt“
(1)   Zeitschrift „Gralswelt“, Heft 80 von 2014, Seite 24 folgende

Bisher veröffentlicht:

WOHER STAMMEN DIE ORGANE?
HIRNTOD UND HERZTOD
EINLEITUNG VON WERNER HANNE
EINLEITUNG VON JAHN J KASSL

 

Botschaft zu diesem Thema:

DIE GOTTLOSE MEDIZIN UND WIE WIRKT SICH EINE ORGANSPENDE AUS?


 

Der Verfasser dieser Broschüre, Dipl.-Verwaltungswirt und Postoberamtsrat im Ruhestand Werner Hanne mit Wohnsitz in Stuttgart, arbeitete bis Ende 1999 bei einer Sonderbehörde der Post in der EDV-Organisation. Mit dem Thema Organspende beschäftigt er sich intensiv seit 2008 nach einem dramatischen Ereignis im persönlichen Umfeld.

Auf Einladung hält er im deutschsprachigen Raum darüber Vorträge,  weil es „dringend notwendig ist, daß die Menschen mehr über die verschwiegenen Hintergründe erfahren.“

Zu diesem Thema gab er vier Interviews:

– im Mai 2018 für die Internetseite www.freespirit-tv.ch. Die Links dazu: www.freespirit-tv.ch oder www.youtube.com, in die jeweilige Suchzeile eingeben: Der Organwahn

– im Jan. 2017 für die Internetseite www.stein-zeit.tv. Die Links dazu: www.stein-zeit.tv oder www.youtube.com, in die jeweilige Suchzeile eingeben: Organspende – Die verschwiegene Wahrheit

– im Okt. 2014 für die Internetseite www.quer-denken.tv. Die Links
dazu: www.quer-denken.tv oder www.youtube.com, in die jeweilige Suchzeile eingeben: Organwahn.

– im Sept. 2011 für die Internetseite www.bewusst.tv. Der Link dazu: www.youtube.com, in die Suchzeile eingeben: Organe spenden? Nein danke.


Augenzeugenberichte und medizinische Fakten lassen keinen anderen Schluss zu, als den, dass in China Menschen wegen ihrer Organe systematisch getötet werden!

Doku Paradies Deutsch: Vieles deutet darauf hin, dass in China zehntausende unschuldige Menschen auf Bedarf für einen illegalen Handel mit Transplantations-Organen ermordet wurden.

Als 2006 die ersten Informationen aus China drangen, dass staatliche Krankenhäuser politische Gefangenen gezielt und zeitnah töteten, um deren Organe zu verkaufen, schien dies zu unmenschlich, um wahr zu sein. Insbesondere Mitglieder der buddhistischen Religionsgemeinschaft Falun Gong sollen zu Tausenden unter zweifelhaften Vorwänden in Lagern gefangen gehalten, typisiert und regelmäßig medizinisch untersucht werden, um dann, wenn sie als Spender geeignet sind, auf Bedarf ermordet zu werden.

Wertvolle Internetseite zu diesem Thema:

nierenlebendspende.com


 

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