3. September 2018

DIE TOTALE DIGITALISIERUNG DES KLASSENZIMMERS BRINGT ANALPHABETEN HERVOR!

Von Jahn J Kassl


BUCHPRÄSENTATION AM 22.09.2018: »ATMAR – JENSEITS ALLER KONZEPTE«


 

Österreich / Honkong

Bundeskanzler Sebastian Kurz und Bildungsminister Heinz Faßmann sind von Asiens Schulsystem begeistert und wollen jetzt auch für Österreichs Schulen die „digitale Revolution“.

Angefangen bei den Taferlklasslern soll der Unterricht mit Tablets anstatt Bleistiften stattfinden. In Honkong ist das längst Alltag und das wünscht sich der Kanzler jetzt auch für Österreich.

Aber ist das der richtige Weg für das 21. Jahrhundert?

Der Trend geht tatsächlich in diese Richtung. Kaum ein Bereich, der nicht „digitalisiert“ wäre und Asien ist Europa hier um Längen voraus. „Digitale Klassenzimmer“ scheinen auch für Österreich also recht vernünftig.

Wischen anstatt Schreiben und die Buchstabenkompetenz wird durch das Antippen am Bildschirm und nicht durch mühsame Schreibübungen erworben. Lernen soll den Kindern Spaß machen! Klingt gut, ist es das in diesem Fall aber auch?

Bei genauerer Betrachtung habe ich große Bedenken! Denn bereits heute haben viele Schulkinder Schwierigkeiten damit Sätze halbwegs unfallfrei zu Papier zu bringen. Diese negative Entwicklung wird durch die totale Digitalisierung der Schule zweifelsfrei beschleunigt.

Denn wer nur mit Tablets lernt, ist zwar Computerfit, entwickelt aber niemals eine eigene Handschrift und wird zeitlebens mit erheblichen Persönlichkeitsdefiziten zu kämpfen haben.

Das heißt, es droht die Gefahr, dass eine Generation von Analphabeten heranwächst, die nur noch Wischen aber nicht mehr Schreiben kann.

Wollen wir das wirklich?

Und was geschieht bei einem Stromausfall? Was geschieht, wenn die Computersysteme abstürzen? Es wäre nicht zum ersten Mal. Die „Wischer-Generation“ wäre dann zu keiner schriftlichen Kommunikation mehr fähig, da sie keine Briefe mehr schreiben oder eigenhändige Notizen verfassen könnte.

Hier steht unserer Bundesregierung zweifelsfrei ein blinder Technologieglaube im Wege und der kann sich nur nachteilig auf die Gesellschaft auswirken. Denn jede Technologie ist anfällig und kann ausfallen.

Und auch darauf gilt es unsere Kinder vorzubereiten. Am besten, indem wir ihnen nicht im Wege stehen, wenn sie sich eine Schreib- und Lesekompetenz aneignen wollen.

Die Lösung kann also nur ein sowohl als auch sein. Das heißt, „Digitalisierung“ als Unterrichtsfach, ja, den ganzen Unterricht auf Basis von Tablets aufbauen, nein.

„Die digitale Revolution ist die größte Veränderung seit der Erfindung des Buchdrucks vor 500 Jahren“ (1), sagte der Bundeskanzler nach dem Besuch der Canadian International School in Honkong begeistert.

Nur mit dem Unterschied, dass der Buchdruck die Menschen zum Schreiben animierte und dass die Digitalisierung des Klassenzimmers genau das Gegenteil bewirkt.

Ich hoffe für unsere Kinder, dass diese Tatsache von Bundeskanzler Sebastian Kurz – trotz oder gerade wegen seiner Jugend – verstanden wird.

Jahn J Kassl

 

PDF

PS: Dieser Beitrag erging als Leserbrief an sämtliche Printmedien in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

PPS: Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Wahrnehmung des Autors dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder das Meinungsspektrum von Verlagsmitarbeitern wiedergeben.


creoflux: Der Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther hält einen öffentlichen Vortrag zum Thema: „Bildung im Zeitalter von Globalisierung und Digitalisierung: Wie können Schulen und Universitäten die neuen Herausforderungen meistern“ Eingeladen haben ihn Dr. Maik Hosang, Hochschule Zittau/Görlitz, Studiengangsleiter “Kultur und Management” und Uta Wunderlich, Geschäftsführerin der SCHKOLA gGmbH. Aufgezeichnet am 12.04.2018 in der Kulturbrauerei Görlitz.


 

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