12. Juni 2018

WARUM GESCHICHTE VERSTEHEN WICHTIG IST!

Von Jahn J Kassl


Verstehen bedeutet, das zu ändern, was ist.

Jiddu Krishnamurti (1885 – 1986)

 

Einleitung zu den Publikationen aus „Das Recht auf Wahrheit – Österreich feiert: 100 Jahre Republik“


 

GESCHÄTZTE LESER, LIEBE FREUNDE,

Vor 100 Jahren wurde die Republik Österreich ausgerufen. Diesem Jubiläum widmet die Zeitung „Das Recht auf Wahrheit“ eine Sonderausgabe.

Die Themenvielfalt ist riesig und gewährt einen wunderbaren Einblick in die damalige Zeit. Vom Zerfall der k. u. k. Monarchie und der Ausrufung der Republik; vom ersten Aufschwung und dem Börsenkrach 1929; von der Politik der 30er-Jahre mit dem Aufkeimen der NSDAP und dem Ende der Demokratie. Insbesondere werden in diesen Beiträgen die Lebensumstände der Menschen beleuchtet und es wird klar, dass eine Krise nicht nur Unheil bedeutet, sondern die Zwischenmenschlichkeit fördern kann.

Auch die kulturellen, die wissenschaftlichen und sportlichen Errungenschaften dieser Zeit werden gut dargestellt. Dass Österreich damals im Fußball eine feste Größe war und mit dem „Wunderteam“ 1932 sogar Fußballeuropameister wurde, freut mich als Fußballinteressierter, auch heute noch! Aber auch der an Schauspielstars so reiche österreichische Film, das mit Musikern gesegnete Land und literarische Größen, erhalten durch diese Veröffentlichung eine Würdigung.

Der Herausgeber Walter Koblenc hat mit „Österreich feiert: 100 Jahre Republik“ ein kompaktes und gut verständliches Werk österreichischer Zeitgeschichte vorgelegt, das ich jedem Interessierten bestens empfehlen kann.

Geschichte kennen und verstehen

Auch für Schüler kann diese Lektüre einen großen Gewinn, um Geschichte zu verstehen, bedeuten. Dies vor allem auch unter dem Aspekt, da der Stellenwert von Geschichte – sogar in Schulen – immer geringer wird.

Aber nicht nur dort. Auch in der Esoterik-Szene setzt sich die irrige Meinung durch, dass man Geschichte, die von den Siegern geschrieben wurde und womöglich gar nicht stimmt, auch nicht zu kennen braucht. Und ohnedies leben wir auf die Zukunft ausgerichtet oder im Jetzt. Was bitteschön, hat die Vergangenheit damit zu tun?

Ich sage: Um die richtigen Schlüsse für die Gegenwart zu ziehen, ist es gut die Vergangenheit zu kennen und noch besser ist es, sie zu verstehen!

 „Viele Dinge zu wissen, bedeutet noch nicht, sie zu verstehen.“ Heraklit, Philosoph (um 520 v.Chr. – 460 v. Chr.)

Zukünftige Dramen können aus einem grundlegenden Verständnis der vergangenen Dramen vermieden werden. Kommt dann noch unsere Bewusstseinsarbeit hinzu, ist alles gewonnen: die Zuordnungen stimmen, der Weitblick ist vorhanden und die Weisheit diktiert das Geschehen.

Der Herausgeber Walter Koblenc lies mich dankenswerter Weise an seinen Ambitionen teilhaben: „Einer meiner Ambitionen bei dieser Ausgabe war es auch, den Leuten aufzuzeigen, mit welchen Schwierigkeiten die Menschen damals zu kämpfen hatten und wie die Menschen dennoch das Leben bewältigt konnten. Wenn die Menschen große Not leiden, dann halten sie zusammen, dann wissen sie auch wenig zu schätzen.“

Das ist wahr. Die „Alten“, die, die zeitlebens viele Krisen zu meistern hatten, erzählten es uns Kindern, dass die Not die Menschen zusammenbringt. Doch dies führt mich zwangsläufig zu der Frage: Benötigen Menschen immer Krisen, um zusammenzuwachsen?

Benötigen wir für den heute stattfindenden Wandel erneut Dramen oder schaffen wir es diesmal ohne? Können wir es heute besser machen – als einzelner und als menschliche Gemeinschaft?

„Geschichte wiederholt sich“,

wird gesagt! Und betrachtet man die Menschheitsgeschichte, so war dem bisher vorbehaltslos zuzustimmen. Jedoch nehme ich seit einiger Zeit einen Bewusstseinswandel war. Auch wenn dieser noch zögerlich ist und nur die wenigsten Menschen betrifft, so findet etwas statt, was in Zukunft auf ein neues kollektives Verhalten der Menschen hinweisen kann. Daher sage ich:

● Heute stehen wir am Ende der Entwicklung, bei der sich die Geschichte immer wieder wiederholen muss.

● Heute haben wir es, durch das Verstehen der Vergangenheit und vor allem durch eigene Bewusstseinsschritte, selbst in der Hand, wie wir unsere Zukunft gestalten.

● Heute, so meine tiefe Überzeugung, kann ein jeder Einzelne dazu beitragen, dass sich Geschichte nicht mehr wiederholt!

In diesem Sinne und mit freundlicher Genehmigung von Walter Koblenc, werde ich in den kommenden Wochen einzelne Kapitel aus der aktuellen Ausgabe von „das Recht auf Wahrheit“ auf unserem Blog veröffentlichen.

Geschichte verstehen, um für die Gegenwart gewappnet zu sein. Die Veröffentlichungen von „100 Jahre Republik Österreich“ sind eine Hilfestellung dafür.

Ich wünsche allen Lesern viel Freude damit.

Ganz herzlich

Jahn J Kassl

 

Dieser Beitrag war Teil der 96. Lichtlesung: MP3 ab 01:30:20 Minuten


 

Lesen Sie demnächst die ersten zwei Beiträge aus „Das Recht auf Wahrheit“:
• Vorwort des Herausgebers Walter Koblenc
• Von der k. u. k. Monarchie zur 1. Republik

 


 

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