6. Dezember 2017

MAILAUSTAUSCH ZU »SMART METER« MIT TEAM KURZ

Aktualisierung von Jahn J Kassl


 

06.12.2017, 13:12 Uhr

 

Sehr geehrter Herr Kassl,

danke für Ihr Schreiben betreffend der neuen Smart Meter-Verordnung, das Sie ua auch an uns geschickt haben. Wir nehmen Ihre Kritik selbstverständlich ernst. Bis 8. Dezember läuft die Begutachtungsfrist und diese ist dazu da, alle Anregungen und Stellungnahmen abzugeben. Die Novelle der IME-VO (Intelligente Messeinheiten-Verordnung) des Wirtschaftsministeriums wurde nunmehr auch dem Energiebeirat vorgelegt. Das Feedback ist bisher vielfach positiv aber auch die kritischen Einwände werden selbstverständlich in die weitere Arbeit aufgenommen.

Die Einführung von Smart Metern ist ja bereits in vollem Gange. Die jetzt in Begutachtung befindliche Abänderung dient vor allem den Kunden, weil sie Unklarheiten beseitigt und diverse Vorteile einleitet. Eine zentrale Änderung betrifft den Zeitraum der Einführung. Ursprünglich hätten in Österreich bis Anfang 2019 fast alle Stromzähler ausgetauscht werden sollen. Mit der Verordnung wird diese Frist verlängert, um mehr Zeit für die Umstellung zu erhalten.

Künftig können Verbraucher leichter einen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz leisten. Denn Smart Meter stärkt den Konsumenten und stellt ihn und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt, er kann mehr und gezielter Einsparungen machen als bisher. Der Verbraucher kann damit auch seine „Stromfresser” leichter erkennen und gezielt gegensteuern. Das Umwelt- und Energiebewusstsein wird gefördert, das Stromsparen erleichtert und damit dem Geldbörserl geholfen. Studien der EU-Kommission zeigen, dass durch den Einsatz von Smart Metern bis zu 10% Strom- sowie 10% CO2-Einsparungen möglich sind.

Ziel ist es weiters, dass jeder Konsument, der einen Smart Meter möchte, diesen auch umgehend erhalten kann. Mit der neuen Opt-in-Möglichkeit wird allen Kunden, die es wollen, das digitale Werkzeug zügig in die Hand gegeben, um aktiv Strom – und damit Kosten und natürlich insbesondere CO2 – zu sparen. Die Novelle der IME-VO wird daher jedem Konsumenten, der das will, ein rascheres Upgrade ermöglichen – unabhängig von den Zeitplänen der jeweiligen Energieversorger.

Konsumenten, die keinen intelligenten Stromzähler wollen – und um diesen Punkt geht es Ihnen ja insbesondere in Ihrem Schreiben – , konnten diesen schon bisher ablehnen. Sie bekommen von den Netzbetreibern in Folge jedenfalls ein neues Modell der elektronischen Zähler eingebaut, bei dem dann bestimmte digitale Funktionen deaktiviert werden. Bestehende Rechtsunsicherheiten werden durch die neue „Opt-out“-Regelung ausgeräumt. Damit ist auch sichergestellt, dass zB Nachmieter nicht neuerliche teure extra Einbauten machen müssen bzw. nicht zwei Parallelsysteme nebeneinander zu führen sind.

Nach Ende der Begutachtungsfrist werden alle Stellungnahmen gewissenhaft geprüft.

Mit freundlichen Grüßen

Ursula Kroczek

 

Team in der Volkspartei
Lichtenfelsgasse 7
1010 Wien

mailto:email@oevp.at

________________________________

https://www.facebook.com/Volkspartei
www.sebastian-kurz.at

 

06.12.2017, 20:06 Uhr

MEIN ANTWORT- UND FRAGESCHREIBEN:

 

Sehr geehrte Frau Ursula Kroczek,

ich danke Ihnen für Ihre ausführliche Stellungnahme zu diesem – nicht nur für mich – wichtigen Thema.

Sie schreiben, dass die Menschen auch bisher den Smart Meter ablehnen konnten. Dies entspricht nur bedingt den Tatsachen, anders ist folgende Mail, die mich aufgrund meiner Veröffentlichungen auf meiner Internetplattform zu diesem Thema heute erreichte, nicht zu deuten:

—————————

Sehr geehrter Herr Kassl!

Bereits am 9.9.2017 habe ich an die WIENER NETZE meine Ablehnung des Smart-Meters geschickt. Postwendend erhielt ich die Ablehnung meiner Ablehnung mit Hinweis auf § 83 Abs. 1 Elektrizitätswirtschafts- und –organisationsgesetz (Verpflichtung der Netzbetreiber, EndverbraucherInnen mit intelligenten Messgeräten auszustatten).

Was soll ich jetzt tun?

Mit herzlichen Grüßen

————————–

Diese Frage gebe ich gerne an Sie weiter. Was können Menschen, die den bisherigen „Ferrari-Zähler“ nicht gegen ein „intelligente Messgerät“ eintauschen wollen, wirklich tun?

Das Elektrizitätswirtschaft- und organisationsgesetzt Gesetz ist soweit klar. § 83 Abs.1:“Im Rahmen der durch die Verordnung bestimmten Vorgaben für die Installation intelligenter Messgeräte hat der Netzbetreiber den Wunsch eines Endverbrauchers, kein intelligentes Messgerät zu erhalten, zu berücksichtigen.“

Und was ein „intelligentes Messgerät“ ist, ist im EWOLG unter den Begriffsbestimmungen § 7 Abs. 31 eindeutig beschrieben: „intelligentes Messgerät“ eine technische Einrichtung die den tatsächlichen Energieverbrauch und Nutzungszeitraum zeitnah misst, und die über eine fernauslese, bidirektionale Datenübertragung verfügt.“

Was also raten Sie diesem Menschen und was raten Sie mir, der ich vor wenigen Tagen meine Ablehnung von einer Montage des Smart Meters an WIEN ENERGIE per Einschreiben zugestellt habe? Haben wir wirklich „Wahlfreiheit“ oder ist das eine Augenauswischerei?

Die Lösungen

liegen aus meiner Sicht auf der Hand:

a.) Neue Zähler müssen ohne eine fernauslesbare Datenschnittstelle ausgestattet sein, denn ein Gerät bei dem die 15 Minuten Aufzeichnung deaktiviert wurde – und darum geht es dabei – , ist und bleibt ein Smart Meter, da es jederzeit wieder aktiviert werden kann.

Mit allen für mich sehr bedenklichen Begleiterscheinungen: Überwachung, Einschränkung der Privatsphäre, Elektrosmog und gesundheitliche Probleme, Fernabschaltung von Strom (Hackerangriffe, Blackout), Falschmessungen, Manipulationsmöglichkeit und Zugriff von außen.

b.) Die Menschen können die Installation eines neuen Messgerätes schlicht und einfach ABLEHNEN. Ein NEIN, das nicht zurechtjudiziert wird, sondern ein NEIN, das zählt, und von den Strombetreibern auch als solches verstanden wird!

Die neue ÖVP unter Sebastian Kurz, wurde aufgrund des neuen politischen Stils bei der letzten Wahl mit großem Wählervertrauen ausgestattet und wird in wenigen Wochen die Regierungsgeschäfte unserer Republik übernehmen.

Viele Menschen setzen große Hoffnungen in diese Bewegung und ich muss zugeben, auch ich bin gespannt, ob der neue Stil auch eine neue Politik mit sich bringt und wie sich dies in der Praxis anfühlt und auswirkt.

Bisher folgte nach jeder Wahl die Ernüchterung. Wird es diesmal anders sein? Werden wir echte „Volksvertreter“ erleben? Politiker, die die Anliegen der Menschen nachvollziehen können und gewillt sind, geeignete Maßnahmen zu ergreifen? Geht das Recht wieder vom Volke aus (B-VG Artikel 1), oder werden Bedenken „einfacher Menschen“ oder des vielzitierten „kleinen Mannes“ auch weiterhin weggewischt oder wegdiskutiert?

Und das Thema des „intelligenten Messgerätes“ eignet sich hervorragend dafür, den Vertrauensvorschuss des 15. Oktober 2017 zu rechtfertigen.

Ob eine „Verordnung,“ wie jetzt geplant, der richtige Weg ist, das darf stark bezweifelt werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Jahn Kassl

 

PS: Dieses Thema betrifft die breite Öffentlichkeit. Deshalb habe ich unseren E-Mailaustausch sowie alle relevanten E-Mails zu diesem Thema online gestellt.

PETITION STOP SMART METER

BILDET EINE REGIERUNG UND LÖST WAHLVERSPRECHEN EIN!

EINLADUNG ZUR LICHTLESUNG & BUCHPRÄSENATATION 15. DEZEMBER 2017

NEWSLETTER ANMELDEN

 

 

>>> Schlüssel zum Weltfrieden (pdf) – Babaji
>>> MP3 Download der Lichtlesung
>>> Wenn Sie unsere Arbeit schätzten: Bitte unterstützen Sie uns!

 

Unsere Arbeit ist nur durch ihre tatkräftige finanzielle Unterstützung möglich, denn das kostenlose Bereitstellen von Botschaften und Wissen kostet Geld. Zusätzlich verzichten wir, um die Klarheit der Webseite und die reine Schwingung der Beiträge zu gewährleisten, auf Werbung auf unserem Internet-Portal. Aus tiefster Überzeugung wollen wir diesen Weg fortführen. Daher bitten wir Sie, liebe Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie, durch Ihre Spende, diesen Service und die Existenz des Lichtwelt Verlages. Der Lichtweltverlag und der Autor führen über alle auf dieser Webseite veröffentlichten Inhalte ausnahmslos keinerlei Korrespondenz.