8. August 2017

PAPST WARNT VOR JESUS! (TEIL 2)

Essay von Jahn J Kassl


 

» …denn einer ist euer Meister, Christus. «

Ein lieber Freund hat mir heute den Hinweis zur Generalaudienz, bei der Papst Franziskus I. vor einer persönlichen Beziehung zu Jesus warnte, zugeschickt. Die Predigt, in der der Papst dies erstmalig vor einer breiten Öffentlichkeit thematisierte fand anlässlich eines Zusammentreffens mit Gläubigen bereits am 25. Juni 2014 statt und nicht, wie mein Beitrag Papst warnt vor Jesus 1 vermuten lässt, 2017.

Seither bildet dieses Thema einen Teil der päpstlichen Agenda und dass der Aufschrei der Katholiken bis heute ausblieb, zeigt, dass hier noch viel Bewusstseinsarbeit zu verrichten ist. Aus diesem Grunde finden Sie die vollständige Rede von Papst Franziskus hier veröffentlicht (Hervorhebungen von JJK):

PAPST FRANZISKUS, GENERALAUDIENZ, Petersplatz, Mittwoch 25. Juni 2014

Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!

Heute ist eine weitere Gruppe von Pilgern in der »Aula Paolo VI« mit uns verbunden. Es sind die kranken Pilger. Denn bei diesem Wetter – der Hitze und dem möglichen Regen – war es klug, dass sie dort blieben. Aber sie sind mit uns über den Bildschirm verbunden. Und so sind wir in derselben Audienz vereint. Und wir alle beten heute besonders für sie, für ihre Krankheiten. Danke.

In der ersten Katechese über die Kirche, am vergangenen Mittwoch, sind wir von der Initiative Gottes ausgegangen, der ein Volk bilden will, das seinen Segen zu allen Völkern der Erde bringt. Er beginnt mit Abraham und dann, mit viel Geduld – und Gott hat sie, er hat viel davon! – bereitet er dieses Volk im Alten Bund vor, bis er es in Jesus Christus als Zeichen und Werkzeug für die Vereinigung der Menschen mit Gott und untereinander errichtet (vgl. Zweites Vatikanisches Ökumenisches Konzil, Konstitution Lumen gentium, 1). Heute wollen wir darüber nachdenken, wie wichtig es für den Christen ist, zu diesem Volk zu gehören. Wir werden über die Zugehörigkeit zur Kirche sprechen.

1. Wir sind nicht isoliert, und wir sind keine individuellen Christen, jeder für sich, nein, unsere christliche Identität ist Zugehörigkeit! Wir sind Christen, weil wir zur Kirche gehören. Es ist wie ein Nachname: Wenn der Name lautet »Ich bin Christ«, so lautet der Nachname »Ich gehöre zur Kirche«. Es ist sehr schön zu sehen, dass diese Zugehörigkeit auch in dem Namen zum Ausdruck kommt, den Gott sich selbst gibt. In seiner Antwort an Mose, im wunderschönen Bericht vom »brennenden Dornbusch« (vgl. Ex 3,15), bezeichnet er sich nämlich als »der Gott eurer Väter«. Er sagt nicht: Ich bin der Allmächtige…, nein: Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs. Auf diese Weise offenbart er sich als der Gott, der mit unseren Vätern einen Bund geschlossen hat und der seinem Pakt immer treu bleibt und uns auffordert, einzutreten in diese Beziehung, die uns vorausgeht. Diese Beziehung Gottes mit seinem Volk geht uns allen voraus, kommt aus jener Zeit.

2. In diesem Sinne geht der Gedanke an erster Stelle, mit Dankbarkeit, an jene, die uns vorausgegangen sind und uns in die Kirche aufgenommen haben. Keiner wird Christ aus sich heraus! Ist das klar? Keiner wird Christ aus sich heraus. Christen werden nicht im Labor hergestellt. Der Christ ist Teil eines Volkes, das aus der Ferne kommt. Der Christ gehört einem Volk an, das Kirche heißt, und diese Kirche macht ihn zum Christen, am Tag der Taufe, und dann im Laufe der Katechese, und so weiter. Aber keiner, keiner wird Christ aus sich heraus. Wenn wir glauben, wenn wir beten können, wenn wir den Herrn erkennen und sein Wort hören können, wenn wir spüren, dass er nahe ist, und ihn in den Brüdern erkennen, dann weil andere vor uns den Glauben gelebt und ihn dann an uns weitergegeben haben.

Wir haben den Glauben von unseren Vätern, von unseren Vorfahren empfangen, und sie haben ihn uns gelehrt. Wenn wir gut darüber nachdenken, wer weiß wie viele liebe Gesichter uns jetzt vor Augen stehen: Es mag das Gesicht unserer Eltern sein, die für uns die Taufe erbeten haben; das unserer Großeltern oder eines Angehörigen, der uns gelehrt hat, das Kreuzzeichen zu machen und die ersten Gebete zu sprechen. Ich erinnere mich immer an das Gesicht der Ordensschwester, die mich den Katechismus gelehrt hat, immer kommt sie mir in den Sinn – sie ist sicher im Himmel, weil sie eine heilige Frau ist – aber ich erinnere mich immer an sie und danke Gott für diese Ordensschwester. Oder das Gesicht des Pfarrers, eines anderen Priesters oder einer Ordensschwester, eines Katecheten, der uns den Glaubensinhalt weitergegeben und dafür gesorgt hat, dass wir als Christen wachsen… Das ist die Kirche: Sie ist eine große Familie, in der man angenommen wird und lernt, als Gläubige und als Jünger des Herrn Jesus zu leben.

3. Diesen Weg können wir nicht nur dank anderer Menschen leben, sondern zusammen mit anderen Menschen. In der Kirche gibt es kein »Selbermachen «, gibt es keine »Einzelkämpfer «. Wie oft hat Papst Benedikt die Kirche als ein kirchliches »Wir« beschrieben. Manchmal kommt es vor, das man jemanden sagen hört: »Ich glaube an Gott, ich glaube an Jesus, aber die Kirche interessiert mich nicht…« Wie oft haben wir das gehört? Und das geht nicht. Es gibt Menschen, die behaupten, sie hätten eine persönliche, direkte, unmittelbare Beziehung mit Jesus Christus außerhalb der Gemeinschaft und der Mittlerschaft der Kirche. Das sind gefährliche und schädliche Versuchungen. Es sind, wie der große Paul VI. sagte, absurde Dichotomien.

Es ist wahr, dass es mühevoll ist, gemeinsam unterwegs zu sein, und sich manchmal als anstrengend erweisen kann: Es kann passieren, dass irgendein Bruder oder irgendeine Schwester uns Probleme bereitet oder für uns zum Stein des Anstoßes wird… Aber der Herr hat seine Heilsbotschaft menschlichen Personen, uns allen, Zeugen anvertraut; und in unseren Brüdern und in unseren Schwestern, mit ihren Gaben und ihren Grenzen, kommt er uns entgegen und lässt sich erkennen. Und das bedeutet, zur Kirche zu gehören. Erinnert euch gut daran: Christ sein bedeutet Zugehörigkeit zur Kirche. Der Name ist »Christ«, der Nachname ist »Zugehörigkeit zur Kirche«.

Liebe Freunde, bitten wir den Herrn durch die Fürsprache der Jungfrau Maria, Mutter der Kirche, um die Gnade, nie in die Versuchung zu fallen zu denken, ohne die anderen auskommen zu können, ohne die Kirche auskommen zu können, uns allein erlösen zu können, Christen »aus dem Labor« zu sein. Im Gegenteil, man kann Gott nicht lieben, ohne die Brüder zu lieben, man kann Gott nicht außerhalb der Kirche lieben; man kann nicht in Gemeinschaft mit Gott sein, ohne es in der Kirche zu sein, und wir können keine guten Christen sein wenn nicht in Gemeinschaft mit allen, die bestrebt sind, dem Herrn Jesus nachzufolgen, als ein Volk, ein Leib, und das ist die Kirche. Danke.

* * *

Einen herzlichen Gruß richte ich an alle Pilger deutscher Sprache. Liebe Freunde, bitten wir den Herrn auf die Fürsprache der Jungfrau Maria, der Mutter der Kirche, dass wir nicht in die Versuchung fallen zu denken, uns allein erlösen zu können. Man kann nicht mit Gott in Gemeinschaft sein ohne die Gemeinschaft der Kirche. Lieben wir daher die Kirche. Gott segne euch alle. (Papst-Rede Ende) (1)

Was für den Papst Christ sein heißt

Für mich sind in diesem Vortrag zwei Passagen von besonderer Relevanz:

→ FRANZISKUS: In der Kirche gibt es kein »Selbermachen «, gibt es keine »Einzelkämpfer «. Wie oft hat Papst Benedikt die Kirche als ein kirchliches »Wir« beschrieben. Manchmal kommt es vor, das man jemanden sagen hört: »Ich glaube an Gott, ich glaube an Jesus, aber die Kirche interessiert mich nicht…« Wie oft haben wir das gehört? Und das geht nicht. Es gibt Menschen, die behaupten, sie hätten eine persönliche, direkte, unmittelbare Beziehung mit Jesus Christus außerhalb der Gemeinschaft und der Mittlerschaft der Kirche. Das sind gefährliche und schädliche Versuchungen. Es sind, wie der große Paul VI. sagte, absurde Dichotomien. (Zitat Ende)

Wie bereits im Beitrag „Papst warnt vor Jesus“ dargelegt, geht es darum, die Menschen von Jesus fernzuhalten. Der Grund liegt darin, die Menschen von einer direkten Gotteserfahrung, den gnostischen Weg, abzuhalten, damit die Kirche und ihre schwarzmagisch eingeweihten Priester, Bischöfe und Kardinäle mit der Gehirnwäsche ihrer Gläubigen fortfahren können. Weltlich gesprochen, ist ein selbstständiger und selbstbewusster Mensch die größte Bedrohung für die Kirche und jede dahingehende Tendenz muss im Keim erstickt werden.

(…)

→ FRANZISKUS: Erinnert euch gut daran: Christ sein bedeutet Zugehörigkeit zur Kirche. Der Name ist »Christ«, der Nachname ist »Zugehörigkeit zur Kirche«. (Zitat Ende)

Christ sein heißt für den Papst nicht etwa, das Christusbewusstsein der bedingungslosen Liebe zu verwirklichen, sondern heißt ganz einfach zur Kirche gehören. Und ge-hören kommt von hören.

Auch diese Passage zeigt sehr schön, worum es der katholischen Kirche wirklich geht: um den eigenen Machterhalt und nicht um die Freiheit der Menschen.

Wir können sicher sein, Jesus würde heute dem Papst die Leviten lesen und der Kirche Roms den Spiegel vorhalten, den er damals den Pharisäern vorhielt:

Gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer

1 Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern 2 und sprach: Auf Mose’s Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. 3 Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut’s; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen’s wohl, und tun’s nicht.4 Sie binden aber schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf den Hals; aber sie selbst wollen dieselben nicht mit einem Finger regen.  5 Alle ihre Werke aber tun sie, daß sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Denkzettel breit und die Säume an ihren Kleidern groß. 6 Sie sitzen gern obenan über Tisch und in den Schulen  7 und haben’s gern, daß sie gegrüßt werden auf dem Markt und von den Menschen Rabbi genannt werden. 8 Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder. 9 Und sollt niemand Vater heißen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. 10 Und ihr sollt euch nicht lassen Meister nennen; denn einer ist euer Meister, Christus. 11 Der Größte unter euch soll euer Diener sein. 12 Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.   13 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließet vor den Menschen! Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, laßt ihr nicht hineingehen. 14 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Witwen Häuser fresset und wendet lange Gebete vor! Darum werdet ihr desto mehr Verdammnis empfangen. (Bibel, Matthäus, Kapitel 13)

“Im Namen Christi” – Ende des Missbrauchs

Obwohl niemand außer Gott »Vater« heißen soll, nennt sich der Papst »Heiliger Vater«, und trotzdem, dass die Bibel sagt, dass nur Christus unser Meister ist, schwingt sich der Papst als Meister über die Christenheit, und manchmal sogar über die ganze Menschheit, auf. Die Bibel nennt solche Menschen Pharisäer und Heuchler. Ich nenne sie »Priester der Finsternis« und »Abkömmlinge des Teufels«, die Aufgrund ihrer fortschreitenden Hybris dem Untergang (»Verdammnis empfangen«) geweiht sind.

Resümee: Mögen viele Menschen aufwachen, damit dieser Kirche die Grundlagen rasch entzogen werden und damit dieser Pontifex den Namen Christi nicht länger missbrauchen kann.

Jahn J Kassl

 

>>> Schlüssel zum Weltfrieden (pdf) – Babaji
>>> Lichtkrieger Europas wacht auf! (pdf) – Asana Mahatari
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